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extra ansichtssache: Facebook

Anmelden, Tabelle ausfüllen, Bild hochladen. Jetzt kommt es darauf an, wieviel dir deine Daten Wert sind.

 
 

Der Marktführer Facebook

Das führende soziale Netzwerk Facebook hat weit über 100 Millionen angemeldete User, der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zählt zu den reichsten Amerikanern und im Jahre 2007 machte Facebook (laut golem.de) einen Umsatz von etwa 150 Millionen US-Dollar.

Das Problem...

Wie kann es sein, dass Facebook einen derartig hohen Umsatz macht?
Der größte Teil kommt durch Werbeeinnahmen zustande. Eine riesige Anzahl an Daten werden von den jüngeren Generationen - häufig unbedacht – preisgegeben.
Die meisten Firmen sind bereit, hohe Geldbeträge für diese Infos zu zahlen – dadurch können sie ihre Werbung, speziell auf bestimmte Personen, zuschneiden.

„Soziale Netzwerke“

Du hast dein eigenes Online-Profil und kannst dich durch private Nachrichten mit Freunden und Bekannten austauschen. Fast alle Jugendliche haben irgendwo ihr mehr oder weniger ausgefülltes Profil mit Hobbys, E-Mail, ICQ-Nummer, etc...
Du kannst Fotoalben online stellen und eigene Gruppen gründen (thema bei Facebook). Es gibt unzählige peinliche Fotos, die im scheinbar unbegrenzten World Wide Web eigentlich nichts zu suchen haben. Du kannst ohne großen Aufwand Termine und News in deinen Gruppen ankündigen. Es gibt fast nichts, was du nicht machen kannst, um deinen Kumpels Bedürfnisse jeglicher Art mitzuteilen. Nie zuvor war es einfacher, deine Interessen der Öffentlichkeit aufs Auge zu drücken.

Der wohl am meisten umstrittene Punkt:

„Facebook, StudiVZ und ähnliche Seiten können jemandem einen Nachteil in seinem sozialen Umfeld und beim Arbeitgeber verschaffen.“

Eine Stellungnahme dieser Art hast du bestimmt auch schon das ein oder andere Mal gehört. Diese Aussage wird dadurch begründet, dass Seiten wie Facebook besonders Jugendliche dazu „verführen“, private Daten anzugeben, ohne sie über eventuelle Folgen aufzuklären.

Selbst schuld!

Nicht nur wir haben das Internet für uns entdeckt – sondern auch „die Anderen“. Ist es daher nicht selbstverständlich, dass immer mehr Arbeitgeber das WWW durchforsten, um ihre (zukünftigen) Angestellten besser kennen zu lernen? Dann liegt es doch auf der Hand, dass sie von unzähligen Partybildern, Nacktfotos oder Beleidigungen wenig begeistert sein werden. Bei uns ist es schließlich auch so: wer hat noch nie nach einem Freund oder einer Freundin gesucht, weil man etwas in Erfahrung bringen wollte? Wer ein paar Minuten über sein Profil im Web nachdenkt, kann sicher die schlimmsten "Skandale" vermeiden und hat kaum etwas zu befürchten.

Fazit

Es ist durchaus vertretbar, dass sich jemand lieber von Facebook distanzieren möchte. Schließlich kann nicht jeder einschätzen, welche Daten er veröffentlichen kann bzw. will und was für Auswirkungen das haben könnte. Meine Meinung: Ich bin kein Gegner von Facebook und der Möglichkeit, dass man auf einfache Weise Informationen erhalten und austauschen kann. Jeder kann frei entscheiden, wie er das Internet mit seinem realen Leben in Verbindung bringen möchte.