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Frauen an die Macht

Sie sind überall, nur nicht in den Chefetagen. Aber die Zeiten ändern sich und die Frauen gewinnen an Macht. Man trifft immer mehr Frauen in führenden Positionen an.

 
 

Schon immer standen Frauen im Schatten der Männer. Zum Kinder bekommen und zum Hausarbeiten erledigen waren sie gut, wollten sie aber eine höhere Position einnehmen, oder sogar ein Geschäft leiten, wurde dem skeptisch gegenübergetreten. Nach Ansicht der Männer lagen die Qualitäten der Frauen nicht im Geschäftswesen, sondern im führen des Haushaltes. Durch dieses Denken kamen die Frauen gar nicht auf den Gedanken, in die Geschäftswelt einzutreten.
Im Begeisterungstaumel der französischen Revolution begannen im 17. Jahrhundert auch die Frauen für ihre Rechte zu kämpfen. In Deutschland wurde Anita Augspurg als erste deutsche Frauenrechtlerin aktiv.

Viele Studien sind einer Meinung

Heute belegen sogar Studien dass Frauen in Führungspositionen bessere Ergebnisse erzielen und profitablere Manager sind. Riesen Konzerne wie Microsoft versuchen gezielt mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Denn das - so zeigen inzwischen vielfältige Studien - lohnt sich für die Unternehmen auch finanziell.

Besseres Arbeitsklima

Ausschließlich gute Erfahrung mit weiblichen Chefs hat Volker Proffen gemacht: "Sie legen tendenziell weniger Wert auf Statussymbole, verfügen über eine besser ausgeprägte Empathie und haben - im Gegensatz zu ihren männlichen Pendants - kein Problem damit, auch mal einen Fehler zuzugeben. Auch geben sie nicht vor, allwissend zu sein, was insgesamt zu einem aus meiner Sicht deutlich besseren Arbeitsklima führt."

Zusammenspiel von Beruf und Familie

Woran aber liegt es, dass immer noch so wenige Führungspositionen in Deutschland mit Frauen besetzt sind - obwohl sie die Mehrzahl der Abiturienten stellen, häufiger studieren und die besseren Abschlüsse machen? Die Antworten darauf sind weder neu noch überraschend: Ein großes Problem stellt nach wie vor die Vereinbarkeit von Beruf und Familie dar.
Viele Chefs sind nicht davon überzeugt, dass werdende Mütter nach ihren Schwangerschaften noch dieselben Ergebnisse erzielen können. Außerdem halten sie Frauen mit Kindern für zu unflexibel. Deswegen geben die Männer den jungen Frauen mit späteren Kinderwünschen und Familienplänen kaum eine Chance sich zu beweisen.
Dass Beruf und Familie für Frauen aber trotzdem vereinbar ist zeigen einige Beispiele, wie Neelie Kroes, welche eine der mächtigsten Figuren im Gremium der EU-Kommissare ist, Clara Furse, als sie die Chefin der Londoner Börse im Februar 2001 als erste Frau in der mehr als 200-jährigen Geschichte der Börse wurde.

Wenn Frauen so hohe Positionen einnehmen wird oft heftig darüber diskutiert und es kommen immer wieder dieselben Fragen auf:
Familie und Karriere unter einen Hut bringen, geht das? Kann eine Frau wirklich die Verantwortung eines Betriebes übernehmen? Hat sie genug Autorität? Haben die Männer genug Respekt vor einer Frau?

Und wir sagen: Ihr schafft das, Frauen!